Der Buddhismus

  • oscar 

Der Buddhismus wird ebenfalls von einem Religionsstifter geführt. Im Mittelpunkt steht dabei Buddha.

Buddha

Vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren erblickte Siddhartha in Nordindien das Licht der Welt und erwachte im Laufe seines Lebens zum Buddha. Die Lehre des Buddha beinhaltet mehr als 84.000 Reden. Siddhartha war eigentlich ein Prinz, der aus wohlhabenden Verhältnissen stammte. Doch durch seine Konfrontation mit den Leiden der Menschen ließ er sein weltliches Leben hinter sich und fand in der Askese seine Erleuchtung. Seine Lehren verbreitete er schließlich in der Bevölkerung.

Die vier Weisheiten

Die Lehre des Buddha begründet sich auf vier Grundweisheiten. Diese werden in dieser Religion als edle Wahrheiten bezeichnet.

Die erste Wahrheit besagt, dass jedes Dasein stets unvollkommen und dem Leiden unterworfen ist.

Die zweite Wahrheit erkennt die Ursachen dafür in mangelnder Weisheit, Unwissenheit und geistigen Abneigungen.

Die dritte Wahrheit kommt zu dem Schluss, dass durch das Erlöschen dieser Ursachen auch jedes Leiden verschwindet.

In der vierten Wahrheit wird der achtfache Pfad beschrieben, welcher den Weg aus dem ständigen Leiden darstellt. Dieser Pfad richtet sich an die Tugenden der Menschen und erklärt die rechte Einsicht, die rechte Gesinnung, die rechte Rede und das rechte Tun. Er beschreibt den rechten Lebenserwerb, die rechte Anstrengung und Achtsamkeit sowie die rechte Konzentration.

Der letzte Pfad spiegelt sich auch in der Meditation wider. Meditation und Achtsamkeit sollen uns stets den rechten Weg durch unser Leben zeigen.

Karma und Samsara

Auch diese beiden Begriffe sind wesentliche Bestandteile des Buddhismus. Das Karma beschreibt das Ursache-Wirkung-Prinzip. Jedes menschliche Handeln zeitigt auch bestimmte Konsequenzen. Heilsame Handlungen ziehen demnach auch heilsame Wirkungen nach sich. Das Karma erklärt, dass wir unserem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern dass wir durch unsere eigenen Handlungen auch unser eigenes Schicksal bestimmen können.

Wenn der Kreislauf von Ursache und Wirkung aufrecht bleibt, so liefert er auch die Grundlage für unsere Existenz und sogar für unsere Folgeexistenzen. Dieser Existenzkreislauf wird auch Samsara genannt. Man kann sich aus diesem Existenzkreislauf befreien und gelangt so im Laufe der Zeit zur wahren Erleuchtung. Durch die Erleuchtung werden alle Leiden für immer beseitigt. Durch diese Erleuchtung kommt man schließlich in das Nirvana. Das Nirvana ist allerdings kein konkreter Ort, sondern vielmehr ein Zustand, der sich jenseits von Zeit und Raum und außerhalb von Leben und Tod befindet.